Was bringt 2010?

Ich möchte auch dieses Jahr kurz spekulieren, wie das bevorstehende Jahr 2010 ablaufen wird. Zuerst aber ein kleiner Rückblick auf meine Prognosen 2009:

Aus der Masse der Web 2.0 Startups werden sich Favoriten herausbilden, die durch Sharing-Funktionen dann der breiten Masse präsentiert werden.

Zwar etwas schwamming formuliert, aber ich denke diesen Punkt kann man durchaus als wahr akzeptieren.

Facebook wird weiterhin wachsen, insbesondere die Deutschen werden vermehrt auf die Mega-Community aufmerksam.

Auf jeden Fall eingetreten.

Es werden (u.a. aufgrund der massiven Entwicklung von mobilen Website-Versionen) weiterhin iPhone-Konkurrenten entstehen, allerdings nun welche, die ernsthaft mit dem iPhone mithalten können.

Siehe Android, Nexus One, Palm Pre, etc.

Die semantische Sortierung der Lifestream/Newsfeed-Informationsflut wird von Programmierern als Marktlücke erkannt und Dienste zur intelligenten Verarbeitung der Datenmengen entwickelt.

Leider nicht wirklich eingetreten, hier sehe ich weiterhin viel Pozenzial.

Vorsichtige Prognose: Ende 2009 kristallisiert sich ein Leittier im Bereich der Streaming-Verarbeitung heraus und der Personal Friendstream (vgl. FriendFeed) erhält Einzug in die breite Masse der Nutzer.

Ebenfalls nicht eingetreten, dafür hat Facebook Friendfeed übernommen. Inwieweit man Facebook als Leittier der Streaming-Verarbeitung ansehen kann, sei jedem selbst überlassen.

2010

- Tablet-PCs sind nicht halb so großartig, wie sie zurzeit gehypt werden, dürfen aber trotzdem ihr Comeback feiern und werden nun aktiv weiterentwickelt.

- E-Reader werden immer populärer, dem normalen Nutzer sind die Dinger allerdings immer noch zu kompliziert.

- Google Wave wird still und leise Teil unseres Internet-Alltags

- Immer mehr Dienste bemühen sich die verschiedenen Newsfeeds und Livestreams zu bündeln und für den Nutzer wichtige Beiträge hervorzuheben. Die ultimative, semantische Filter-Website wird noch ausbleiben, da Facebook allen Konkurrenten das Wasser abgräbt.

Trendsetter Facebook vs. Copycat studiVZ

Und schon wieder geht ein neues Feature an den Start, bzw. eher ein Relaunch. Das größte Social Network der Welt Facebook hat seine Chat-Funktion erneuert. Die Freunde werden nun in den zugehörigen Freundeslisten angezeigt, was die Kontaktliste bei einer großen Anzahl von Freunden wesentlich übersichtlicher gestaltet.
Wie lange wird es wohl dauern bis Copycat studiVZ auch diese Idee kopiert?

Die meisten werden wahrscheinlich wissen, dass brandneue Idee von studiVZ & Co, wie beispielsweise der Plauderkasten oder der Buschfunk, gar nicht von Holtzbrinck stammen sondern schon seit Jahren fester Bestandteil von Social Networks sind. Seltsamerweise haben sie dort so dusselige Namen wie “Chat” oder “Status”…

Ich frage mich immer wieder, wie weit studiVZ noch gehen wird. Die einzige eigene Idee ist soweit ich weiß dieser dämliche Kasten auf der linken Seite, der regelmäßig mit Weisheiten wie z.B
Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich drauf.
befüllt wird. Hin und wieder wird die deutsche Jugend auch mit team-internen Insider-Witzen erfreut…

Fast ebenso sinnlos ist dieser geheime Facebook-Shortcut:
↑, ↑ ,↓ ,↓ ,←, →, ←, →,b,a, Enter
Im Gegensatz zur rot/rosa Nervbox ist dieses “Feature” aber bei weitem nicht so aufdringlich und wenigstens originell :P

Was bringt das Web 3.0?

Eine vielversprechende Überschrift, die vielleicht auch etwas überheblich klingen mag. Immerhin bin ja nicht ich es, der bestimmt wo das Web 2.0 aufhört und das Web 3.0 anfängt.

Aber ich denke jeder ist damit einverstanden wenn ich sage, dass wir uns im Web 2.0 befinden, dem Web des “user generated contents”, des (Micro)-Bloggings und der Social Networks. Ebenso wird mir keiner der Auffassung widersprechen, dass sich seit dem Beginn des Web 2.0 einiges getan hat. Offiziell “releast” wurde die Neufassung des Internets im Jahre 2004. Seitdem ist Facebook aus dem Nichts gewachsen, Twitter ist im Mainstream angekommen und neuartige Schlagworte wie Cloud Computing, Semantic Web oder Livestream machen die Runde in der Blogosphäre.

Ich frage mich daher: Sind wir nicht schon längst im Web 3.0 angekommen?

Um diese Frage zu beantworten, müsste man erst einmal klären: Was unterscheidet das heutige Web mit dem, vor vier Jahren? Zur Veranschaulichung (und damit der Text nicht ganz so wuchtig wirkt) nenne ich dazu drei entscheidene Stichpunkte:

1. Semantisches Web
2. Mehr Informationen in kleineren Häppchen
3. Flüssigeres Surfen durch Echtzeit-Applikationen

Da der erste Punkt imho der entscheidenste ist, möchte ich die entsprechenden Erläuterungen von hinten anfangen.
Mit “flüssigerem Surfen” meine ich, dass der Nutzer sich nicht durch Links von einer Seite zur nächsten klickt sondern, dass durch Techniken wie AJAX bei Bedarf Inhalte nachgeladen werden. Mit Twitter erhielt außerdem “Echtzeit” einen echten Durchbruch. Sofort und überall zu sehen, was die Freunde machen oder worüber sie nachdenken, war für viele zuerst verwirrend aber nach und nach verstanden sie, was für Möglichkeiten sich dadurch erschlossen.

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Blog-Relaunch & Neues Portfolio

Alles neu. Startseite, Blog und Portfolio. Ich habe die letzten Tage damit verbracht, ein Portfolio zu erstellen, wo ich fertige Kunden-Websites, von mir entwickelte Software und Auszeichnungen sammle. Für die Präsentation habe ich das Viewport Theme gewählt, weil es anders als herkömmliche Blogs den Fokus auf eine grafische Darstellung des Eintrags setzt und der Text nebensächlich ist.
Nachdem ich das Theme übersetzt, modifiziert und mehrere Shortcodes eingebaut hatte, fing ich auch gleich an es mit 6 Einträgen zu füllen.
Anschließend habe ich auch noch mein Blog relauncht, mit einem neuen Theme ausgestattet und die Adresse des Blogs von kimkorte.de/blog/ auf blog.kimkorte.de übertragen. Die alten Links werden mit einem 301 Fehlercode auf das neue Blog umgeleitet.

Womit ich aber richtig zufrieden bin ist die neue Übersichtsseite auf www.kimkorte.de. Das Design heißt Deep und stammt von OSWD. Weil es aus nichts weiter als einer statische HTML-Seite und einer CSS-Datei besteht, sind die Ladezeiten dementsprechend umwerfend :D Dort habe ich ganz simpel mein Blog, Portfolio und meine Profile auf Facebook, Twitter und XING verlinkt.

Eher durch Zufall ist dabei eine Aufteilung zwischen privat und geschäftlich entstanden. Auf der rechten Seite sind eher Links zu meiner Tätigkeit als Webentwickler: Mein Portfolio, eine Kontakt-Seite und das Business-Netzwerk XING. Links hingegen meine geschützte Twitter-Timeline, mein ebenfalls privates Facebook-Profil und dieses Blog hier.

Vielleicht habe ich ja den ein oder anderen inspiriert, auch ein eigenes Portfolio anzulegen ;-)

Ich bin übrigens die nächsten 9 Tage in Norwegen und mache danach mit meiner Familie Urlaub in der Türkei. Schöne Ferien euch allen :D

Twitter - Die Suche nach dem Sinn

So kann man sich irren. Ich hatte ja vor gut einem Monat lauthals über den Status-Dienst Twitter gelästert. Doch wie auf der Startseite meiner Homepage unschwer zu erkennen ist, hat sich meine Meinung anscheind geändert. Ich will euch sagen, wieso:
Zum einen habe ich dort 3 Freunde gefunden, zum anderen ist es keine “Zeitverschwendung” mehr für mich. Ich bin mir sicher, viele Twitter-Verweigerer schreiben trotz allem hin und wieder ihren Status bei ICQ, MSN oder Skype. Ich gehöre auch zu diesen Leuten und dachte mir: Lässt sich mein ICQ/Skype-Status nicht irgendwie automatisch zu Twitter posten?

Natürlich! Nach ein paar Nachforschungen und Tests fand ich die Seite ping.fm. Dieser Dienst bietet an, den Status bei verschiedenen Social-Websiten zu ändern und zwar bei allen gleichzeitig. Der Status selbst lässt sich natürlich über verschiedene Optionen setzen, beispielsweise über einen Chat-Bot oder ähnliches. Das war schon einmal sehr praktisch und ich fing an den Dienst zu nutzen, der von da an meinen Status bei Twitter, Myspace, LinkedIn und Facebook setzte.

Doch etwas später entdeckte ich das Tool Moodblast (Leider nur Mac OS X). Mit dieser kleinen Freeware lässt sich der Status über ein kleines Fenster gleichzeitig bei Adium, Skype, iChat, Twitter, Facebook und so weiter setzen. Nun ist es für mich kein Aufwand mehr den Twitter-Status zu aktualisieren. Ein Update genügt, um wirklich jedem zu sagen, was ich gerade mache. :P
Vielleicht hat mich aber auch nur der Mainstream mitgerissen. ;-) Wie sieht es bei euch aus? Nutzt ihr auch solche Tools oder aktualisiert ihr euren Status auf den dazugehörigen Seiten/IMs?