CeBIT 2009 - Webciety, eyePlorer und mehr
Ja ich war da. Und zwar gestern zusammen mit ein paar Freunden. Um 06:00 morgens ging es los; um 11:00 standen wir vor den Toren der größten Computermesse der Welt.
Nachdem wir bei Subway ein verspätetes Frühstück und verfrühtes Spätstück, äh Mittagessen eingenommen hatten, teilten wir unsere 12-Mann (+2 Frau) Gruppe auf und fingen an über das riesige Messegelände zu wuseln.
Natürlich fingen wir bei Halle 1 an (leider gab es keine Hallo 0 ;D ), die aber (für uns) noch relativ langweilig war. Interessant wurde es so ab Halle 6. In der darauffolgenden Halle kamen wir zum Beispiel zur “webciety” Abteilung. Dort wurden unter anderem von Sascha Lobo Themen rund ums Internet diskutiert.
Wir erlebten mit, wie über Arbeitsatmosphäre, Freelancer und flächendeckendes WLAN gesprochen wurde. Ein junger, niederländischer KDE-Entwickler, dessen Namen ich leider vergessen habe, wies diesbezüglich darauf hin, dass es in Holland bald freies WLAN in allen Zügen geben wird. Kurz darauf erschienen auf der Twitter-Wall viele Zustimmungen, bzw. Fragen, wie das denn finanziert würde und so weiter.
Die Idee mit der Twitter-Wall fand ich übrigens sehr gut umgesetzt. Dort tauchten sämtliche Tweets mit dem Hashtag #webciety09 auf. Das gab denjenigen, die nicht selbst auf der CeBIT sein konnten sondern sich die webciety-Diskussion per Livestream anschauten, ihre Meinung zu den Themen auszudrücken.
Auch interessant war der Stand von eyePlorer. Diese neue Suchmaschine visualisiert Suchergebnisse, stellt sie kategorisiert als Scheibe dar und erstellt semantisch Zusammenhänge zwischen den Unterthemen. Klingt schlau, ist es auch. Nach einem halbstündigen Gespräch mit einem der Mitarbeiter wussten wir in groben Zügen, wie der “Google-Herausforderer” funktioniert und was er macht. Innovativ fand ich vor allem die Idee, die Ergebnisse nach Themen zu kategorisieren und dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, falsch zugewiesene Ergebnisse zu korrigieren (geplantes Feature).
Beeindruckend fand ich ebenfalls die Fortschritte im Gebiet der Gesichtserkennung. Beim Fraunhofer Institut fanden wir einen Bildschirm mit Kamera, der die davorstehenden Besucher zeigte und treffsicher und in Echtzeit die Gesichter erkannte. Nun ist das allein nichts soo weltbewegendes, doch dass das Gerät einem ebenfalls die Stimmung der Besucher anzeigen konnte, war für mich neu.
Dabei gab es vier Faktoren: sad, surprised, angry und happy. Wieviel die Besucher von den jeweiligen Eigenschaften zurzeit hatten, wurde mit kleinen Balken angezeigt. Insbesondere die Faktoren “surprised” und “happy” wurden erstaunlich gut erkannt.
Und nach einem verlorenen Mega-Linux-Pinguin Gewinnspiel und einem einstündigen Live-Hacking Vortrag beim heise-Stand mussten wir uns um 16:00 auch schon wieder auf den Rückweg machen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein zwar anstrengender aber auch sehr interessanter Tag in Hannover war und ich werde auf jeden Fall versuchen, nächstes Jahr wiederzukommen. ![]()











Hört sich auch so an, als wäre es ein spannender Tag…wenn ich ned so weit entfernt von Hannover wäre, wäre ich auch gern dabei gewesen…naja, evtl. nächstes Jahr.
Ich habe hier und hier in den Kommentaren einmal beschrieben, wie die ca. 5 Jahre alte Technik funktioniert und semantische Ansatz dahinter ziemlich platt ist.
[...] Inspiriert durch dieses Interview mit Internet-Guru Tim O’Reilly möchte ich noch kurz auf seine Prognose eingehen, dass die Software der Zukunft nicht mehr allein auf Tastatur und Klicks reagiert, sondern durch Sprachsteuerung und Gesichts - und Objekterkennung die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine auf ein völlig neues Level hebt. Gerade das Stichwort Objekterkennung finde ich hier ausschlaggebend. Durch die immer höher werdenen Auflösungen von Kameras sehe ich hier großes Potenzial. Vielleicht wird dies ja das “next big thing” der Technik-Welt. Zumindest technisch sehe ich hier keine großen Hindernisse wenn man bedenkt, was bereits heute möglich ist (siehe die Software zur automatischen Stimmungserkennung (!) des Frauenhofer Institutes: CeBIT 2009, viertes Bild). [...]